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Wie kann
eine Organbeweglichkeit gestört werden?
Jedes Organ
hat eine bestimmte Sensibilität auf Situationen im alltäglichen
Bereich. Zum Beispiel ändert sich die Durchblutung im Schleimhautbereich
des Magens von einem Moment zum anderen je nach Beanspruchung, sei es
durch bestimmte Gefühlslagen oder verdauungsbedingte Situationen
- sie reagiert also auf die jeweiligen Situationen angepasst um gesund
zu bleiben. Entstehen aber anhaltende Stresssituationen beginnt das Organ
funktionell zu ermüden, seine Reflexmechanismen (über das Blut
und Nervensystem) werden erschöpft - es verliert seine adäquate
Versorgung und seine räumliche Stabilität.
Diese kann primär durch eine Spannungsänderung im Organ selbst,
später durch Nachbarorgane kompensiert werden, die das beanspruchte
Organ stützen können - dies erfordert jedoch im laufe der Zeit
zuviel Energie.
Auch dieses Niveau ermüdet. Der Körper hat nun noch die Möglichkeit
dies über die Muskulatur und Körperhaltung auszugleichen, dies
kann aber auch zu Überlastungen z.B. bestimmter Muskelbereiche (Nackenmuskulatur),der
Wirbelgelenke oder Bandscheiben führen.
Wie wird
ein Organ osteopathisch behandelt?
Ziel ist
es die Reflexmechanismen eines Organs wieder herzustellen indem man das
Organ mobilisiert, d.h. aus seiner "Fehlstellung" heraushebt,
herauszieht (direkt) oder provokativ die Problematik verstärkt um
damit seine Verbindungs- und Ernährungsquellen (Gefäße
und Nerven) zu stimulieren (indirekte Techniken). Dies aktiviert wieder
die Eigendynamik des jeweiligen Organs.
Welche Krankheitsbilder sind ideal für eine Viszerale Behandlung?
Grundsätzlich
ist das dankbarste Gebiet in der Viszerale n Osteopathie das Gebiet der
funktionellen Störungen, d.h. wenn noch keine sichtbaren Gewebeveränderungen
stattgefunden haben. Hier können die Probleme oft vollständig
beseitigt werden.
Leider kommen
die Patienten erst später in eine osteopathische Behandlung. Der
Osteopath kann auch hier regulierend auf die Organfunktion einwirken und
dadurch die körpereigenen Heilmechanismen in Gang setzen. Die Kompensationsmechanismen
verschwinden. Die darauffolgende Regeneration kann durchaus mehrere Wochen
bis Monate in Anspruch nehmen.
Häufige
Osteopathische Indikationen für Organbehandlungen:
- Chronische
Verdauungsbeschwerden
- Magenschmerzen
und Erkrankungen des Magens
- Erkrankungen
der Leber
- Gallenproblematiken
- Chronische
Blasenentzündung
- funktionelle
Nierenerkrankungen (z.B. Stauungsproblematik bei Nierensenkung)
- Organsenkungen
(Ptosen)
- Lungenleiden
(Asthma, Krupp, chronische Bronchitis)
- Allergien,
Heuschnupfen
- Allgemeine
Immunstimulation
- chonische
Müdigkeit
- Nachsorge
nach Operationen (Narbengewebe)
- chronische
organbedingte Rückenbeschwerden
- Lymphatische
Stauungen
- schlecht
heilende Wunden
Abschließende
Beurteilung des Verfassers:
Häufigste
Inanspruchnahme eines Osteopathen sind unklare bisher therapie-resistente
Rückenbeschwerden (mit oder ohne Ausstrahlung in die Beine oder Arme)
oder Kopfschmerzen.
In der Viszeralen Osteopathie wird nun die Organbeweglichkeit im Hinblick
auf die peripheren Schmerzen im Bewegungsapparat bewertet.
Oft müssen erst die Organe wieder "mobilisiert" werden
um ein Gelenk behandeln zu können.
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